Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der zum Erhalt der Tropischen Wälder und zur Verbesserung der Lebensverhältnisse für die dortige Bevölkerung beitragen will.

Die Tropischen Wälder, deren größte zusammenhängende Fläche sich auf dem südamerikanischen Subkontinent befindet, sind überlebenswichtig für das klimatische Gleichgewicht der Erde. Wir sind der Überzeugung, dass die sozialen und die ökologischen Probleme dieser Region nicht getrennt voneinander gelöst werden können. Deshalb verstehen wir uns sowohl als Umweltschutzorganisation als auch als Organisation zur Entwicklungs-zusammenarbeit. Wir möchten die Bewohner dieser Region unterstützen, sich Einkommensquellen aufzubauen, die ihr Überleben nachhaltig sichern und sie nicht zwingen, den Tropenwald zu schädigen oder zu zerstören.

In Ecuador kooperieren wir mit Familien und Gemeinden, die ihren Grundbesitz an Wald zum "Schutzwald" erklärt haben und sich damit rechtsverbindlich dazu verpflichten, ihn in seinem ursprünglichen Zustand zu belassen. An diese Dörfer vermitteln wir Personen, die den Regenwald als Touristen besuchen möchten oder sich als freiwillige Arbeiter engagieren wollen. Außerdem kooperieren wir in Form des Programms „Voluntarios por la Biodiversidad“ mit einer Organisation ecuadorianischer Wissenschaftler, der Fundación Cerro Verde, die sich an verschiedenen Orten in Ecuador darum bemüht, noch intakte Wälder unter einen rechtskräftigen und langfristig wirksamen Schutz zu stellen und der einheimischen Bevölkerung den Aufbau langfristig gesicherter, nachhaltiger Existenzen zu ermöglichen.

Die vermittelten Personen bezahlen direkt in den Gemeinden, so dass Korruption und die Ausbeutung der Einheimischen weitgehend ausgeschlossen werden. Gleichzeitig sorgen sie allein durch ihre Anwesenheit dafür, dass mehr persönliche Kontakte und dadurch ein besserer Informationsfluss und mehr Transparenz gegeben sind. Einerseits erzählen sie den Leuten in den Dörfern von sich und unserem Verein. Andererseits berichten sie uns von den Umständen und Meinungen vor Ort. So können Entwicklungen wie z.B. die Umsetzung von Projekten genau verfolgt werden und eventuelle Probleme schneller erkannt und aufgegriffen werden. Wir unterstützen auch diejenigen Gemeinden, die ihren Wald zum "Schutzwald" erklären wollen; denn nur durch eine Ausweitung der geschützten Flächen kann man Ökosystem und kulturelle Werte langfristig bewahren. Die "Schutzwald"-Deklaration kostet als amtliche Handlung Geld. Diesen Betrag finanzieren wir Gemeinden, die sie vollziehen möchten.

Wenn wir Geld (für Schutzwalddeklarationen, Werbung, etc.) benötigen, wird dies bei Informationsveranstaltungen wie Diavorträgen und durch Mitgliedsbeiträge eingenommen. Wir finanzieren auch kleine punktuelle Maßnahmen durch Spenden, allerdings nur dann, wenn die Ausführung von Volontären oder sonstigen Vereinsvertretern begleitet wird.

In Perú arbeiten wir auf die gleiche Art und Weise wie in Ecuador, nur dass hier bereits ein sehr großes Gebiet an unter Schutz gestelltem Regenwald existiert, nämlich das "Reserva Nacional Pacaya Samiria". Von den verschiedenen am Schutzgebiet beteiligten Gruppen wurde ein sogenannter "Plan de Maestro" ausgearbeitet, der Wege aufzeigt, das Reservat langfristig zu bewahren. Laut dessen Untersuchungsergebnissen und Bestimmungen ist unter anderem der Ökotourismus eine ökologisch nachhaltige Existenzform.

Wir unterstützen also indigene Familien, die innerhalb des Reservats leben, dabei, den Ökotourismus und andere umweltschonende Einkommensquellen als Alternativen zu bisherigen, ökologisch schädlicheren zu entwickeln. Auch hier erreicht das Geld der Besucher direkt und vollständig die Indigenen.

Weitere Informationen über die Entstehung und die Hintergründe des Schutzwaldvereins enthält die folgende Datei aus dem downloads-Bereich:

Entstehung_und_Hintergrund.pdf

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©cb.02.2005