Einreise und Verkehr
Für eine Einreise nach Ecuador und Perú
ist kein Visum erforderlich, sondern lediglich ein bis sechs Monate
über den Reisebeginn hinaus gültiger Reisepass. Die
Bestimmungen können sich aber ändern.
Die Hauptstädte Quito und Lima sowie
die größte Stadt Ecuadors, Guayaquil, werden
von vielen internationalen Airlines täglich angeflogen.
Das gängigste Verkehrsmittel innerhalb der Länder ist
der Bus. Es gibt viele konkurrierende Gesellschaften, da die Strassen
in Ecuador und Perú nicht alle geteert sind, lohnt es sich mit
den etwas teureren zu fahren; sie haben die neueren und komfortableren
Busse.
Iquitos, die größte Stadt im peruanischen
Teil des Amazonasgebiets, kann man bequem und schnell per Flugzeug
erreichen (zwischen 70 und 90 US$ one way mit LanPerú und
Trans Perú) oder etwas abenteuerlicher und langsamer per
Bus und Boot. Zunächst fährt man mit dem Bus von Lima
durch die Anden nach Pucallpa. Das dauert etwa 20 Stunden und
kostet maximal 15 US$. Während der Regenzeit kann die Fahrt
länger dauern. In Pucallpa besteigt man dann ein Boot, das
mindestens vier Tage (flussabwärts!) auf dem Amazonaszufluss
Ucuyali bis nach Iquitos fährt. Vom Busbahnhof Pucallpa bis
zum Hafen sind es gut zwei Kilometer, die man zu Fuss, mit dem
Taxi oder mit einem Motocarro zurücklegen kann. Sonntags
kann die Zufahrt gesperrt sein. Die Hafengegend ist unsicher,
man sollte auf seine Sachen aufpassen. Den Abfahrtstermin klärt
man mit dem Kapitän und nur bei ihm wird nach Fahrtantritt
bezahlt. Die Schiffe fahren unregelmässig, manchmal täglich,
manchmal sollen aber auch ganze Kolonnen zusammen aufbrechen,
denen dann tagelang nichts mehr folgt. Eine Kajüte ist schwer
zu bekommen.
Man sollte neben genügend Zeit folgendes mitnehmen: Brot,
Wasser, Konserven (für mindestens drei Tage; oft kommen bei
Anlegestellen Verkäufer an Bord, die Getränke und Essen
anbieten), Hängematte, 4 Meter Seil, Moskitonetz, Anti-Moskitomittel
und Klopapier. Zumindest Moskitonetz, Anti-Moskitomittel und Seil
sollte man vor Pucallpa besorgen, da sie dort nicht sicher erhältlich
sind. Eine Fahrt kostet maximal 25 US$. Es wird geraten, sich
vor Abfahrt zu erkundigen, ob man polizeiliche Genehmigungen für
die Reise benötigt.
Eine weitere Route mit Bus und Boot führt weiter nördlich
mit dem Bus bis Yurimaguas, von dort dann mit dem Boot drei bis
vier Tage nach Iquitos (oder drei Tage nach Nauta und von dort
weiter mit dem Bus nach Iquitos).
Eine Strasse nach Iquitos gibt es nicht.
Geld und Zahlungsmittel
Kreditkarten werden oft, aber nicht immer akzeptiert,
manchmal auch nur VISA oder Mastercard. Andere Kreditkarten (z.B.
AMEX) werden selten angenommen.
Da Ecuador seine Währung auf amerikanische Dollar
umgestellt hat, kann man einen Teil seines Geldes schon zu Hause
in Dollar tauschen. Von der Mitnahme großer Bargeldmengen
ist aber generell abzuraten. Man sollte hauptsächlich kleine
Scheine (1 und 5 Dollar) verlangen, da es sonst Schwierigkeiten
mit dem Wechselgeld geben kann.
Die Währung Perús heißt "Sol". Im
Dezember 2004 entsprach ein US$ etwa 3,4 Soles.
Preise und Lebenshaltung
Die Lebenshaltungskosten in Ecuador und Perú
sind sehr niedrig, z.B. kostet ein anständiges und sicheres
Hotel pro Person und Nacht zur Zeit ca. 5 Dollar. Für eine
5-stündige Busfahrt in Ecuador (mehr als 200km) zahlt man
ebenso um die 5 Dollar. Alltägliche Gebrauchsgegenstände
sind dementsprechend preiswert.
Sicherheit
An der Küste Ecuadors und in den großen
Städten Quito und Guayaquil kann es für Touristen gefährlich
sein, da dort zum Teil große Armut herrscht. In den Bergen
und allgemein auf dem Land geht es den Menschen vergleichsweise
besser und sie begegnen Ausländern sehr viel freundlicher
und hilfsbereiter. Dies gilt insbesondere für die Gemeinden
im Regenwald, wo man vor Verbrechen sicher ist.
In Lima ist Vorsicht geboten. Auch in Lima herrscht große
Armut. Dennoch gibt es gefahrlose Stadtviertel und außerdem
viel zu entdecken!
Iquitos ist wesentlich überschaubarer und sicherer
als Lima.
Ohnehin gelten dieselben Regeln wie überall:
Wertgegenstände sollten nicht offen getragen werden und man
sollte keine großen Bargeldmengen mit sich führen.
In dichten Menschenansammlungen ist besondere Vorsicht geboten.
Wer mit Drogen erwischt wird, steht automatisch unter dem Verdacht,
zu schmuggeln bzw. damit zu handeln. Meist wartet man bis zu einem
Jahr auf einen Prozess und es werden Strafen von bis zu 15 Jahren
verhängt. Ein Aufenthalt in südamerikanischen Gefängnissen
soll sehr unangenehm sein.
Es ist außerdem ratsam, sich von allen wichtigen Dokumenten
Kopien zu machen und sie getrennt von den Originalen aufzubewahren.
Gesundheit
Vor Antritt der Reise sollte man die für die
Tropen nötigen Impfungen (Gelbfieber, Typhus, Hepatitis A
und B, etc.) durchführen lassen. Die Reiseapotheke sollte
neben den üblichen Dingen unbedingt Elektrolytlösung
(zur Versorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen bei Durchfallerkrankungen)
und Malariaprophylaxe enthalten, die auch zur Akutbehandlung genutzt
werden kann. Für leichte Erkrankungen steht das reichhaltige
Angebot der traditionellen Naturmedizin zur Verfügung. Generell
sollte man Wasser vor dem Verzehr abkochen oder Wasser in Flaschen
kaufen.
Allgemein entspricht die medizinische Versorgung nicht dem europäischen
Standard; man sollte eine solche Reise nur gesund antreten.
Auf jeden Fall sollte man sich vor einer solchen Reise von einem
Arzt beraten lassen!
Kommunikation
In Kontakt mit der Außenwelt treten kann man
in größeren Orten per Post, Telefon und Internet. In
den Touristenzentren sind Internetcafés sehr zahlreich
vorhanden und ihre Benutzung sehr günstig (ca. 1 Dollar pro
Stunde).
Für einen Aufenthalt im tropischen Regenwald
sollte man mitbringen:
Schlafsack, Isomatte, Mosquitonetz, Gummistiefel (kann man auch
in der Stadt für ca. 6 Dollar kaufen), Sonnenschutz, Taschenlampe
und Kerzen. Außerdem ist lange und weite Kleidung als Schutz
vor starker Sonneneinstrahlung und Mücken zu empfehlen.
Hinweis:
Über diese Informationen hinaus haben wir
unter dem Menüpunkt links Internetadressen
von weiteren wertvollen Informationsquellen zusammengestellt.
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