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Nachhaltige Stadtentwicklung in Chongón
Der Gemeindedistrikt Chongón, zu dem die Gemeinden
Chongón, San Gerónimo 1 und 2, Nueva Esperanza und Puerto
Hondo gehören, ist eine der vier Regionen, in denen sich Cerro
Verde einsetzt. Eine halbe Busstunde östlich der Millionenstadt
Guayaquil gelegen, gehört er zu deren Einzugsgebiet. Die einzelnen
Gemeinden zählen zwischen 500 und 3000 Einwohner. In der Umgebung
finden sich Mangroven auf der dem Meer zugewandten Seite, Tropischer
Trockenwald auf der dem Meer abgewandten Seite. Das Gebiet, das auf
eine reiche präkolumbianische Geschichte zurückblicken kann,
ist als Naherholungsgebiet attraktiv.

Ziel verschiedener Gemeindengruppen ist es, in Zusammenarbeit
mit Cerro Verde, dem Schutzwaldverein e.V. und anderen Organisationen
einen nachhaltigen Tourismus mit kleinen Schutzgebieten zu etablieren
und die Ruhe und Schönheit der Region zu erhalten bzw. wieder herzustellen.
Vorwiegende Probleme der Region sind die Umweltverschmutzung
durch die angesiedelten Industriebetriebe und die Armut und mangelnde
Grundversorgung der Gemeinden. Die ersten Volontäre, die im Sommer
2003 im Rahmen des Programms „Voluntarios por la Biodiversidad“
vor Ort waren, um die Situation zu dokumentieren und erste Projekte
auszuarbeiten, listen folgende Probleme auf: Umweltverschmutzung durch
Abgase, Ausflüsse und Abfälle der Industrie; große Arbeitslosigkeit,
geringe Verdienstmöglichkeiten; schlechte Bildungssituation (Schulmangel
und mangelhafte Schulen); Handhabung von Touristenströmen (Wochenendtourismus
nach Puerto Hondo); Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, Müll,
Gesundheitsversorgung, Drogen (v.a. Nueva Esperanza, San Gerónimo
2).

Einen Anfang zur Lösung der Probleme wurde durch
die ersten Volontäre gemacht, indem sie ein Müll-Recycling-Projekt
für alle vier Gemeinden angestoßen haben, zu dessen Umsetzung
sich die verschiedenen Akteure in den Gemeinden bereiterklärt haben.
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