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Reserva Nacional Pacaya Samiria
Das Reserva Nacional Pacaya Samiria (RNPS) befindet
sich im Amazonastiefland in der Provinz Loreto im
Nordosten Perús. Es umfasst eine Fläche von 2.080.000
ha, macht demnach 1,5% der Landesfläche Perús aus und
ist das größte nationale Schutzgebiet dieser Art und eines
der größten im Amazonasbecken überhaupt. Das Reservat
verfügt über eine immense Artenvielfalt- es gibt dort z.B.
449 verschiedene Arten von Vögeln, 102 Säugetierarten
und 1024 verschiedene Pflanzenarten.
Eines der größten Probleme beim Erhalt des RNPS ist
seine relativ dichte Besiedlung. Die Bewohner des RNPS,
die sich auf mehrere unterschiedlich große Gemeinden
verteilen, leben noch weitestgehend von Jagd und
Fischfang zu kommerziellen Zwecken, d.h. sie verkaufen
ihre Beute an Zwischenhändler, die damit auf die Märkte
der nahe gelegenen Städte, vor allem nach Iquitos
fahren. Diese Wirtschaftsweise belastet viele im RNPS
heimische Arten und damit auch das gesamte ökosystem.
Auf der anderen Seite beschränkt das RNPS durch seinen
Status als Schutzgebiet die Nutzungsmöglichkeiten der
Bewohner.

Seit einigen Jahren ist aber eine Trendwende zu
verzeichnen. In den Gemeinden bilden sich immer mehr
Gruppen, die damit beginnen, mit nachhaltigem
Tourismus zu arbeiten. Dies führt einerseits zu dem
Bestreben, ursprüngliche, nachhaltige Lebens- und
Wirtschaftsweisen wieder einzuführen bzw. intensiver zu
pflegen (wie z.B. der ökologisch sinnvolle Anbau von
Nahrungs- und Heilpflanzen in einer sog. Chacra); neben
den Vorteilen einer eigenständigen Grundversorgung eben
auch zur Erhöhung der ökotouristischen Attraktivität.
Andererseits werden in kontrolliertem Maße Touristen in
das Naturparadies geführt, deren Geld den Bewohnern ein
Stück weit eine Alternative zu Jagd und Fischfang liefert,
was das ökosystem des RNPS langfristig entlastet.
Im September 2004 wurde ein klares und gerechtes (weil
für alle lokalen Tourismusanbietern gleiches) Reglement
gefunden, das Volontariate für alle im Reserva
registrierten Gruppen zulässt, sobald diese ein
entsprechendes Formular bei der Parkverwaltung
einreichen, das dann auch an den Schutzwaldverein
weitergeleitet wird.

Der Schutzwaldverein kooperiert mit neun lokalen
Tourismusanbietern, indem er Volontäre dorthin
vermittelt, die als Dolmetscher und Berater beim Aufbau
und bei der Gestaltung der Tourismusangebote eine
wichtige Rolle spielen. Außerdem unterstützen sie die
Gemeinden bei Müllsammelaktionen und mit
Englischunterricht für alle.
Der Schutzwaldverein leistet damit einen Beitrag zur
Entwicklung der Gemeinden und fördert durch deren
Einbeziehung die langfristige Erhaltung des RNPS.
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