Historie

2001 nach ersten Erfahrungen im interkulturellen Austausch mit indigenen Gemeinden im Amazonasgebiet Ecuadors gegründet, hat sich der Verein aus der Initiative junger Menschen und dem Interesse an entwicklungspolitischen Zusammenhängen stetig erweitert. Begonnen hatte alles mit einer indigenen Shuar-Gemeinde im sogenannten „Oriente“ (der Osten) des Landes, die ihre Wirtschaftsweise auf Ökotourismus und nachhaltige Landwirtschaft umgestellt hat und Freiwillige willkommen heißt, die aktiv mitarbeiten und ihre Lebensweise kennenlernen wollen.

Über die Jahre konnten wir viele Partnergemeinden, Organisationen und Initiativen hinzugewinnen. Die Kooperation mit der ersten Partnergemeinde Arutam wurde mittlerweile abgeschlossen, da diese den Ökotourismus erfolgreich als Wirtschaftszweig etabliert hat und diesen auf ihrem Gebiet eigenständig managed. Vor allem die Etablierung des ehemaligen „Anderen Dienst im Ausland“ (Auslandszivis) in zwei Gemeinden im Jahre 2003 eröffnete neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Weiterhin haben zahlreiche engagierte junge Menschen die Partnergemeinden im Rahmen von „ungeregelten“ mehrwöchigen bis mehrmonatigen Aufenthalten besucht und wichtige Impulse für die Vereinsarbeit gegeben. Die Teilnahme am „Weltwärts“-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) seit 2008 ging für uns mit einer Professionalisierung und einem erheblichen Ausbau unserer Kapazitäten vor Ort einher - für uns eine weitere qualitativ zentrale Veränderung.

Neben der kontinuierlichen Anwesenheit von mehreren Freiwilligen in unseren Partnergemeinden konnten wir auch unsere aktive Mitgliederzahl deutlich erhöhen und unsere Arbeit auf eine breitere Basis stellen. Mittlerweile arbeiten neben unseren Freiwilligen 20-30 Personen aktiv im Verein und übernehmen feste Aufgaben. Unser Unterstützerkreis ist auf über 100 Personen angewachsen. In halbjährlichen Aktiventreffen legen wir die strategische Richtung der Vereinsarbeit fest. Kleine Gruppen arbeiten unter dem Jahr im Team an ihren Aufgaben, wie etwa der Betreuung der Freiwilligen vor Ort, Partnerpflege und Kooperation mit Hochschulen. So ist es uns gelungen, ein dichtes Netz aus Gemeinden, Kooperationspartners und Unterstützern zu schaffen, um auch in Zukunft eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren Partnern vor Ort zu garantieren, und jungen, interessierten Menschen die Möglichkeit bieten zu können, wichtige Erfahrungen im kulturellen Austausch und der entwicklungspolitischen Arbeit zu sammeln.